Das Logo im Wandel der Zeit



Das Wappen

Von Beginn an verwendet Alfa Romeo in seinem Logo zwei typische Symbole der lombardischen Hauptstadt Mailand: auf der linken Seite das rote Kreuz auf weißem Grund und auf der rechten Seite eine grüne Schlange auf blauem Grund.

Doch woher kommt das rote Kreuz?
Was bedeutet die Schlange?

In der italienischen Geschichte spielen die Farben rot und weiß erstmals 1045 eine Rolle. Der mailändische Adel und die lombardischen Bürger und Bauern lieferten sich heftige Kämpfe. Nachdem Frieden geschlossen wurde, vereinte man die Farben der Bürger und Bauern (rot) mit der des Adels (weiß). Seit dem 12. Jahrhundert ist das rote Kreuz auf weißem Grund Teil des mailänder Stadtwappens. Darüber hinaus soll das rote Kreuz an das Kreuz Christi erinnern. Zur Zeit der Kreuzzüge schmückte es Rüstungen und Schilde.

Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wies Matteo Visconti einen Stadtschreiber an folgende Begebenheit aufzuzeichnen: 1111 soll Ottone Visconti während eines Kreuzzuges einen Sarazenenfürst vor den Toren Roms getötet haben. Er nahm dessen Wappenschild, das eine gekrönte Schlange, die aus ihrem Maul ein Kind gebiert, zeigt, an sich. Seit dieser Zeit ziert diese Darstellung das Wappen der Visconti, der damals mächtigsten und einflussreichsten Familie in Mailand. Die ältesten Visconti-Wappen befinden sich in der Mailänder Kirche Sant’ Eustorgio.



Das Markenzeichen


1910-1915

Ein wesentlicher Bestandteil des Markenzeichens von Alfa Romeo ist das dunkelblaue Band, das beide Wappenhälften umschließt. In diesem Band gefinden sich das Kürzel ALFA, die Konten des Savoyer Königshauses und der Name MILANO, der auf die Herkunft der Fahrzeuge der Anonima Lombarda Fabbrica Automobili hinweist.



1915-1925

Durch die Übernahme, der aus der Società Italiana Darracq hervorgegangenen Firma A.L.F.A. (Anonima Lombarda Fabbrica Automobili) durch den Ingenieur Nicola Romeo kommt, getrennt durch einen Bindestrich, der Name Romeo in das dunkelblaue Band. Die Savoyer Konten werden stilistisch bereinigt und die Schrift in weißer Farbe dargestellt.



1925-1946

Ein goldener Lorbeerkranz, der den Gewinn der  Weltmeisterschaft 1925 auf einem Alfa P2 dokumentieren soll, schmückt von nun an das Markenzeichen. Der Durchmesser beträgt 65 bis 75 Millimeter. 1930 wird der Durchmesser auf 60 Milimeter reduziert. Im Jahr 1933 entfällt bei den für den Export bestimmten Fahrzeugen der Schriftzug Milano.



1946-1972

Das immer noch in Emaille gefertigte Markenzeichen wird nach dem 2. Weltkrieg vereinfacht. Mit dem Sturz der Monarchie und der Ausrufung der Republik werden die Konten des Savoyer Königshauses durch Wellenlinien ersetzt. Auch die Breite des Lorbeerkranzes schrumpft und stellt diesen nur noch symbolisch dar. Der Durchmesser beträgt 54 Millimeter. Ab 1960 wird das Wappen in Kunststoff gefertigt.


1972-heute

Das Markenzeichen wird grundlegend überarbeitet und vereinfacht. Die Wellenlinien, der Bindestrich zwischen Alfa und Romeo, und auch der Schriftzug Milano verschwinden. Grund hierfür ist die Errichtung eines weiteren Fertigungsstandortes im süditalienischen Pomigliano d’Arco. Hier wird ab 1972 der Alfasud produziert. Das Logo wird 1983 mit der Einführung der Alfa 33 nochmals verändert: Es wird größer und besteht jetzt aus einem Kunststoff/Messing Materialmix. Der Durchmesser beträgt 75 Millimeter. In dieser Form ist das Markenzeichen bis heute in Verwendung.




Literatur

Alfa Romeo - Eine faszinierende Automobilgeschichte, Fred Steininger, Verlag Podzun Motorbücher GmbH, ISBN 3-86133-318-x

Alfa Romeo seit 1910, Walter Hönscheidt, Motorbuch Verlag, ISBN 978-3-613-02913-2