Die Legende vom Quadrifoglio Verde



Anfang der 1920er Jahre baute Giuseppe Merosi einen Sportwagen, den RL-SS (RL bedeutet Romeo Serie L und SS steht für Super Sport). Dieser Wagen wurde von einem 3 Liter 6 Zylindermotor angetrieben. Für die Targa Florio (ein Langstreckenrennen in Sizilien) wurde ein Sondermodell dieses Wagens entwickelt: der Alfa Romeo RL-TF.

Anlässlich der Targa Florio 1923 malte entweder ein Mechniker (dessen Name nicht überliefert ist), oder der abergläubige Rennfahrer Ugo Sivocci ein grünes vierblättriges Kleeblatt auf einem weißen Dreieck auf die Motorhaube des Alfa Romeo RL TF (TF = Targa Florio). Als er dieses Rennen (mit der Startnummer 13) gewinnen konnte, wurde das Quadrifoglio Verde als Markenzeichen für die im Rennsport eingesetzten Fahrzeuge von Alfa Romeo verwendet.



Noch im selben Jahr sollte Sivocci, Merosi’s neuen Alfa Romeo P1 in Monza testen. Auf seinem Testwagen befand sich noch kein Quadrifoglio Verde. Sivocci kam in einer Kurve von der Rennstrecke ab und verunglückte tödlich. Da dieser Testwagen die Nummer 17 trug wurde diese Startnummer nie mehr für italienische Rennwagen vergeben.





Literatur

Alfa Romeo seit 1910, Walter Hönscheidt, Motorbuch Verlag, ISBN 978-3-613-02913-2