Der Maserati Quattroporte Automatica - Wunderschönes Erlebnis
(02/03/2009)
Am letzten Donnerstag Abend wurde mir ein Traum erfüllt. In der Garage Foitek AG in Urdorf durfte ich einen Maserati Quattroporte Automatica abholen. Bis Samstag Mittag stand mir der Maserati für ausgiebige Runden zur Verfügung und ich durfte damit ein Fahrzeug der Extraklasse testen, an das man nicht so leicht heran kommt. Verbunden war das mit meinem Geburtstag am Freitag, dazu wollte ich unbedingt ein besonderes Fahrzeug nur für mich alleine. Der angebotene Quattroporte ist eines der exclusivsten italienischen Autos und auch auf meiner Wunschliste steht der Wagen ganz weit oben.
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Ein Autotraum gepaart mit Extravaganz und vollkommenem Luxus. Wie sonst soll man den Quattroporte beschreiben. Der Wagen geht nicht einfach als Luxus durch, der Maserati Quattroporte ist viel mehr denn nur automobile Eleganz.
Der Quattroporte ist kein Auto, er ist eine Komposition! Optisch ist der Wagen lang gestreckt und flach geduckt, trotzdem ist der Komfort und Luxus auch von aussen unverkennbar. Vorn prangt der wuchtige Kühlergrill mit dem Maserati-Dreizack im Logo, seitlich hinter den Vorderrädern kennzeichnen jeweils drei markante, mit Chromeinfassungen versehene, Luftöffnungen den italienischen Sportwagen, der oft auch als VIP-Fahrzeug eingesetzt wird. Dieses Auto verführt die Sinne und deshalb ist es oft auch so, dass die Besitzer den Quattroporte selber lenken und nicht sich lenken lassen.
Dabei entwickelt der Maserati viel mehr Charme, als wenn man damit durch die Gegend kutschiert wird. Der mir zur Verfügung stehende Maserati Quattroporte war in schwarzgrüner Aussenfarbe lackiert und innen mit hellbeigen Sitzleder ausgestattet. Der Duft ist auch nach 5'000 km auf dem Tacho sehr exclusiv und anhaltend. Der vielfach verstellbare Sitz kann fein justiert werden, ebenso das elektrisch verstellbare Lenkrad. Damit ist eine angenehme Sitzpositionen leicht zu finden und man wähnt sich in einem übergrossen Polster aufgehoben, in dem man ganz bequem stundenlange Fahrten hinter sich bringen kann.
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Der Quattroporte war mit der neuen Automatik ausgestattet und auf diese habe ich mich speziell gefreut. Kein Wählhebel und Halbautomat wie früher, als Maseratis beim Schalten ruckten und jeder Gang richtig reingedrückt wurde. Neu ist an der Automatik alles, denn die gesamte Schaltung übernimmt nun das ZF-Getriebe mit 6 Gängen, mit denen der Vorwärtsdrang fein justiert werden kann. Langsames beschleunigen ist mit dem Automatica ebenso möglich wie der Kick-Down, Gaspedal und Getriebe sind sehr feinfühlig aueinander abgestimmt.
Die Innenausstattung ist vom Feinsten, die lackierten Holzapplikationen in grünlichem Farbton und die grünen Stepnähte auf hellbeigem Leder harmonieren wunderbar mit der Eleganz des Fahrzeuges. Auf den ersten Blick unbrauchbar wirkte der Tachometer aber der Eindruck täuscht, denn neben dem schlecht ablesbaren Rund-Tacho hat es einen sehr genau arbeitenden Digitaltacho, der jeden Kilometer anzeigt. Die Ausstattung ist komplett, das Lenkrad mit vielen Funktionen wird noch ergänzt von Schaltpaddeln, mit denen hoch- und zurückgeschaltet werden kann. Das Radio-Navigationssystem wirkt auf den ersten Blick sehr kompliziert und da es zur Einführung nicht reichte, musst ich einiges erproben. Der Radio bietet aber alle Features wie Soundverbessserung, MP3 und CDs sowie Radiosender in grosser Zahl, die ich mit meinen Alfas in der Regel nur bekomme, wenn ich auf einem Hügel stehe.
Der Sound im Innern des Maserati ist perfekt, egal in welcher Lautstärke.Das kann man bei einem Grundpreis von 180'000 Franken aber auch erwarten. Vielleicht lässt sich der Sound mit Zubehör noch verbessern aber diese Perfektion von Musik habe ich in einem Auto schon lange nicht mehr vernommen. Und Konzertsaal-Athmosphäre macht nicht wirklich Sinn, solange man unterwegs ist.
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Überrascht hat mich die Zündung des Maserati. Es gibt immer noch einen Schlüssel, der im Zündschloss umgedreht wird und das ist die eher nostalgische Seite am Maserati. Mit Ehrfurcht dreht man den Schlüssel und mit einem Fauchen erwacht der V8 zu einem satten Gebrummel. 400 PS aus 4,2 Litern sind vorhanden und schon bevor man den Wagen bewegt, spürt man die Kraft der ganzen Pferde, die losgelassen werden wollen. Der Motorenklang ist perfekt, der sonore Ton des V8 geht bis ins Inferno über, wenn der Motor intensiver gedrückt wird.
Das Triebwerk hängt super am Gas und das der Quattroporte 1990 Kilogramm wiegt sieht man zwar, man spürt es aber nicht. Binnen 5,6 Sekunden ist das Tempo 100 erreicht und laut Fahrzeugbrief sind 270 km/h erzielbar. Bei den hohen Geschwindigkeiten benötigt man das Gewicht zur Spurhaltung, denn obwohl gedrungen und sportlich gezeichnet, windschlüpfrig ist der Quattroporte nicht. Aber es ist Tatsache, dass der Maserati enorm sportlich und enorm sicher fährt. Die Bremsen beeindruckten mich total, als ich einen Vollstopp auf der Autobahn reissen musste. Auch vor Kurven kurz die Bremsen antippen und dann in voll aufs Gas treten macht der Maserati sehr sportlich mit, die Kurvenlage ist enorm.
Der Grenzbereich ist nichts was ich auf freier Strasse ausprobiere, schon gar nicht mit einem geliehenen Auto.
Beim Verbrauch traute ich mich gar nicht richtig hinzusehen. 15.7 Liter im Mix sind die offiziellen Angaben und ich werde mich hüten auszurechnen, wieviel ich gebraucht habe. Ich durfte den Maserati auch auf Bergstrecken und mit einigen Kickdowns fahren, um das Feeling zu erleben das dieser Luxus-Wagen bietet. Der Verbrauch spielte bei mir eine untergeordnete Rolle, denn ökologisch ist anders, das ist jedem bewusst. Maserati schreibt sich auch nicht Ökologie auf die Fahne sondern gediegene Sportlichkeit mit der schnellsten Serienlimousine der Welt.
Mein Fazit nach eineinhalb Tagen Maserati:
Der Maserati Quattroporte Automatica gehört zu den 4 oder 5 gediegensten Reiselimousinen der Welt! Keine Frage, selbst ein Bentley oder Rolls Royce kann in einigen Punkten nicht mit dem Maserati Quattroporte mithalten. Da sei nur einmal erwähnt, wie man angesehen wird, wenn man Maserati fährt. Nichts von Understatement oder verpackter Sportlichkeit, der Maserati steht für königliche Eleganz gepaart mit enormer Sportlichkeit. Natürlich ist der Maserati sein Geld wert! Die 180'000 Franken als Grundsumme und einiges mehr für Exclusivität zahlt man locker, um einen Maserati zu kaufen. Ich nicht, aber der Traum mit dem Maserati bleibt, denn die Zeit mit dem Quattroporte habe ich sehr genossen!
Autor: didiklement

