Fiat steigt aus Kampf um Opel vorerst aus

(29/05/2009)

Wie die Financial Times Deutschland vermeldet, steigt der italienische Autobauer Fiat im Kampf um Opel vorerst aus. Dabei erheben die Italiener schwere Vorwürfe, weil sie keinen vollen Einblick in die Opel-Bücher bekommen haben und somit kein faires Übernahmeangebot vorlegen können.

An dem von der Bundesregierung anberaumtem Treffen am heutigen Tag wird Fiat nicht teilnehmen. Opel Mutterkonzern General Motors stellt immer weitere Forderungen, auf die Fiat Chef Marchionne nicht eingehen will. Er möchte sich nicht noch weiteren unnötigen und irrationalen Risiken aussetzen. Der Fiat Chef zeigte sich von den den letzten Phasen der Verhandlungen überrascht und enttäuscht. Eine mögliche Einigung mit General Motors und der Bundesregierung bleibe aber offen.

Auch Magna steht laut Bild.de kurz vor dem Ausstieg aus den Verhandlungen. Angeblich gebe es von GM immer neue Forderungen. In der ersten Verhandlungsrunde mit allen Beteiligten kam heraus, das GM 300 Millionen Euro zusätzlich fordert. Nach den Aussagen von Fiat Chef Marchionne ist Magna noch als einziger ernsthafter Interessent für Opel im Rennen.

Indessen ist noch keine Vorentscheidung über eine mögliche staatliche Hilfe für Opel getroffen worden. Laut Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) müssen alle Optionen offengehalten werden. Unionsfraktionschef Volker Kauder wies unter anderem darauf hin, dass eine Insolvenz keine Pleite bedeuten müsse.

Autor: D. Baatz

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