Chrysler will schnell neu starten

(06/06/2009)

In Sachen Übernahme von Chrysler durch Fiat ist die Stimmung recht angeheizt. Verschiedene Gläubiger wollen verhindern, dass Fiat die 20 % einfach so bekommt, man möchte gerne mehr Geld dafür bekommen.

Das New Yorker Insolvenzgericht hat nun grundsätzlich grünes Licht gegeben. Im Schnellverfahren hatte ein US-Berufungsgericht am gestrigen Freitagnachmittag die Gläubiger-Einwände agehört und dann für Chrysler eine Entscheidung herbei geführt. Die klagenden Gläubiger haben aber Zeit bis zum Montag (8. Juni), den Verkauf doch noch aufzuhalten, wie die Richter am Freitag wissen liessen. Die Gläubiger können sich an den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten wenden.Dann wäre der Neustart von Chrysler in der kommenden Woche nochnciht fixiert. Allerdings wird es dann für Chrysler knapp.

Fiat kann bis zum 15. Juni wieder aussteigen, wenn das Geschäft nicht bis dahin rechtlich einwandfrei abgeschlossen ist. Wenn die Gläubiger die Forderungen durchbringen, ist das Geschäft vielleicht geplatzt, wobei die US-Regierung dabei auch ein Wort mitzureden hat.

Noch zum Start des Gläubigerschutzverfahrens am 30. April hatten die meisten Fachleute den raschen Neuanfang für unmöglich gehalten. Die Regierung hielt dagegen und wollte innert maximal 60 Tagen wieder durchstarten.

Am Montag wird sich deshalb nun zeigen wie es weiter geht.

Autor: didiklement

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