Montezemolo betont, man habe bei Fiat keine Staatshilfe erhalten

(06/02/2010)

Montezemolo: „Fiat hat keinen Euro vom italienischen Staat bekommen“

Zwischen dem Autobauer Fiat und der Regierung Berlusconi haben am Freitag Gespräche rund um die Zukunft des sizilianischen Werks von Termini Imerese begonnen, das der Turiner Konzern im kommenden Jahr schließen will.

Fiat-Präsident Luca Cordero di Montezemolo hat am Freitag betont, dass Fiat in den vergangenen Jahren keinerlei Staatshilfen bekommen hat. „Seit dem Jahr 2004, seitdem ich den Konzern führe, hat Fiat keinen Euro vom italienischen Staat erhalten“, erklärte Montezemolo.

Man dürfe nicht Staatshilfen mit Stützmassnahmen für die Autoindustrie verwechseln. Die Anreize zum Autokauf und Abwrackprämien sind reine Stützmassnahmen, die auch Fiats Konkurrenten zustehen. 70 Prozent der Anreize für die Autoindustrie fliessen an Fiats Konkurrenten, erklärte der Fiat-Präsident.

Montezemolos Worte wurden bei der Lega Nord von Roberto Calderoli kritisiert. Nach seinen Worten galt Fiat lange als Staatsinstanz, weil man derart riesige Summen erhalten hatte. Die Regierung Berlusconi will Fiats Vorgehen in Zusammenhang mit dem Produktionswerk von Termini Imerese aufhalten und die Schliessung möglichst vermeiden, die Fiat schon verfügt hat. Ende 2011 soll das Werk still stehen und 1.400 Personen werden ihre Stelle verlieren. Deshalb führt die Regierung auch Gespräche mit Fiat.

Autor: didiklement

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