Fiat bleibt standhaft und kämpft gegen die Regierung an

(08/02/2010)

Die Spannungen zwischen dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi und Fiat-Chef Sergio Marchionne nehmen fast stündlich zu, mehrere Medien haben bereits damit begonnen, Fernsehcrews in der Nähe zu platzieren, damit diese vor Ort sind. Die Regierung Berlusconi will die geplante Schliessung des sizilianischen Werks in Termini Imerese auf das Jahr 2011 verhindern. Sergio Marchionne dagegen bleibt hart und lässt sich auch nicht mit weiteren Staatshilfen umstimmen. Im Gegenteil, betont man bei Fiat. Wird die Staatshilfe gewährt, sei das nur kurzfristiges Engagement.

Vor zwei Wochen hatte Marchionne noch laut nach Abwrackprämien gerufen, weil die Regierung diese aber nur zulässt wenn Termini Immerese offen bleibt, will Fiat jetzt keine Prämien mehr.

„Was wir jetzt brauchen, sind keine Trostpflaster für den Markt, sondern eine starke und seriöse Industriepolitik“, liess der Fiat-Chef zum Wochenende hin in den Medien verlauten. Für Marchionne hat das Werk in Sizilien keinen Sinn, und er ist einer der wenigen italienischen Manager, der dem Land sofort de Rücken kehrt, wenn man bei der Gewerkschaft und in der Regierung den Konzern Fiat Group aufhalten will.

Autor: didiklement

Zurück

<< >>

Kommentare:

Kommentarfunktion bei Beiträgen älter als 30 Tage deaktiviert.