Fiat droht mit Wegzug aus Italien

(30/07/2010)

Im Ringen um die Zukunft der Fiat-Produktion in Italien hat der Autohersteller Fiat den Druck auf die Regierung und die Gewerkschaften erhöht. Zur Debatte stehen aktuell die Investitionen in Italien, denn die Gewerkschaften sind immer noch der Ansicht, dass Fiat sich den Arbeitnehmern beugen muss. Es gehe um die Präsenz von Fiat in Italien, sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne am Mittwoch bei Gesprächen mit Gewerkschaften und der Regierung.

„Wenn sich Fiat in Italien nicht auf Zusagen verlassen kann, dann müssen wir woanders hingehen.“ Italien sei weltweit der einzige Markt, auf dem Fiat Verluste mache, fügte Marchionne hinzu. Fiat beriet am Mittwoch mit der Regierung und den Gewerkschaften über die Entscheidung des Konzerns, die Produktion mehrerer neuer Modelle nach Serbien zu verlagern.

Bisher werden betroffenen Serien am Fiat-Stammsitz in Turin hergestellt. Kürzlich hatte Fiat umfangreiche Investitionen in Italien angekündigt und man wollte die Produktion verdoppeln um Italien wieder fitt zu machen. Marchionne hatte nun aber die Entscheidung für den Standort Serbien in der vergangenen Woche überraschend bekanntgegeben und damit Gewerkschaften und die Regierung auf dem falschen Fuss erwischt. In Serbien bekommt Fiat aber Hilfe der Regierung, in Italien will die Regierung jede Fabrik erhalten.

Autor: didiklement

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