Circuit de Bresse – Eine sensationelle Erfahrung

(28/08/2010)

Der Formel Rennsport Club der Schweiz hat in Kollaboration mit Hadorn Tuning Bern einen Sportfahrkurs auf dem Circuit de Bresse in Frankreich organisiert. Natürlich war ich neugierig, denn des Öfteren trifft man ja auf der Rennstrecke auf Porsche und Co. Mit Hadorn Tuning versprach dies ein alfistischer Event zu werden und so war es denn auch! Alfa Romeo war zwar nicht in der Überzahl, dennoch machte es Freude, so viele unterschiedliche Alfas und ihre Piloten auf der Strecke zu erleben.

Die Atmosphäre war kollegial und egal ob man schon seit Jahren die Rennstrecken unsicher oder die ersten Fahrversuche macht, Fairness und Rücksichtnahme wurde gelebt. Das machte es für mich zu einem ganz besonderen Erlebnis, denn es ging darum Spass zu haben, die Menschen und Fahrzeuge wieder heil nach Hause zu bringen und nicht um die beste Rundenzeit. So ist es auch nicht erstaunlich, dass es zu keinem Unfall gekommen ist.



In zwei Gruppen aufgeteilt, lernten wir am Vormittag die Strecke kennen und konnten uns darin üben, die Ideallinie zu finden. Dabei bekamen wir laufend fachmännischen Rat, denn pro Gruppe standen je 4 Instruktoren zur Verfügung, die mit guten Tipps nicht geizten.



Als Frischling auf der Rennstrecke, war ich jedoch dankbar, als es Zeit für die Mittagspause war. Soviel Spass es auch macht, will man etwas lernen, so ist Konzentration und Präsenz gefragt, die nach 3h auf der Piste merklich abgenommen hatte.



In alter Frische nahm ich am Nachmittag den Slalom in Angriff und musste erkennen, dass das so gar nichts für mich ist. Obwohl ich den Pylonen nicht ins Gehege gekommen bin, so hatte ich doch Mühe frühzeitig den Streckenverlauf zu erkennen. Damit war die Erste auch meine letzte Runde.



Bis das freie Training begann, gönnte ich mir und meinem GT eine Pause und beäugte zum Glück meine Reifen. Brandneue Reifen auf 3.5 Bar (viel zuviel!) gepumpt, sind keine gute Wahl für die Piste, ausser man hat davor die Kosten für den Ersatz einkalkuliert. Dadurch, dass neue Reifen weicher sind, ist natürlich der Grip besser, dafür aber auch der Abrieb! Nun gut, Unwissenheit gepaart mit mangelnder Erfahrung führt meist nicht zum besten Ergebnis. Dafür ist man hinterher schlauer und um eine Erfahrung reicher ;-))

Nachdem der erste Frust über die Folgekosten verdaut war, ging’s wieder ab auf die Piste und mit Instruktor! Wow, das ist wirklich das Beste was einem passieren kann!!! Mit jeder Kurve, jeder Runde lernt man dazu, entwickelt mehr Gefühl für die Strecke, das Fahrzeug und das eigene Können.


Das hat sich für mich eindrücklich und erstaunlich in der letzten Session manifestiert. Ich hatte genügend Sicherheit gewonnen und wagte es, die Strecke aggressiver anzugehen. Aber halllloooo, da geht mehr als ich dachte – Fun pur! Bekanntlich soll man aufhören, wenn es am Schönsten ist, was ich dann auch mit einem sehr guten Gefühl getan habe.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals herzlich bei Thomas Camenisch (Delta Sportcars) bedanken, der mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden ist und immer zur rechten Zeit eine Prise Motivation verstreute!

Fazit: Ich würde es jederzeit wiederholen! Ein leichteres Zweitfahrzeug für diesen Spass, hab ich schon ins Auge gefasst… (Wer eines Solchen überdrüssig sein sollte, darf sich gerne bei mir melden: susanne.hauser@alfavisione.net)

Autor: didiklement

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